Preview LenaLove
fp | 14.09.2016   
Preview LenaLove, Emilia Schüle, Kyra Sophia Kahre, Sina Tkotsch, Jannik Schümann, Florian Gaag, Berlin, Foto, wagg.de
Wo es im Leben ja nie Happyends und so gibt, ging es gestern Abend mal wieder ganz kitschig ins Kino. Auf großer Leinwand feierte LenaLove Berlin-Premiere, was mal eine gute Gelegenheit war, dem deutschen Filmnachwuchs über die Schulter zu schauen. Ganz zeitgemäß drehte sich in dem ambitionierten Eifersuchts-Drama dann auch alles um das Lebensgefühl der Social Media-Generation, um Cybermobbing, Fakeprofile, virtuellem Lifestyle, das mit klassischen Adoleszenz-Themen wie erste Liebe, Herzschmerz und Identitätsproblemen vermengt wird.

Dabei besticht der Film durch eine schön düstere Atmosphäre, einen überzeugend aufspielenden Cast (u.a. Emilia Schüle, Kyra Sophia Kahre, Sina Tkotsch, Jannik Schümann), die Teenager werden zum Glück recht authentisch inszeniert, ohne etwa peinliches Jugendsprech oder klischeehaftes rumgeskate und last not least durch die riesigen Reh-Kulleraugen von Emilia Schüle, die einen gefühlt alle 3 Minuten in Großaufnahme sentimental in die Augen blicken.



Preview LenaLove, Emilia Schüle, Kyra Sophia Kahre, Sina Tkotsch, Jannik Schümann, Florian Gaag, Berlin, Foto, wagg.de
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Leider hat Regisseur Florian Gaag die Handlung derart überladen, die Eltern der Kidz mischen und intrigieren auch noch kräftig mit, so dass ich irgendwann gar nicht mehr durchgeblickt habe, wer mit wem techtel- oder nicht -mechtelt und wer wen deshalb hasst respektive an den Internet-Pranger stellt, oder, Achtung Spoiler, mit einem LKW in dessen Haus reinfährt.

Zudem wird in dem Streifen auch noch ständig das Genre gewechselt, das Teenie-Coming of Age-Drama wird irgendwann zum Psycho-Thriller um dann zum Horror-Movie zu mutieren um dann schlussendlich wieder zum Drama zu wechseln. Alles irgendwie weder Fisch noch Fleisch, so dass man bei der emotionalen Achterbahnfahrt irgendwann aussteigt, wobei zur zusätzlichen Konfusion auch noch mehrere Zeitebenen sorgen. Vielleicht wäre hier mehr Minimalismus besser gewesen.

Aber trotz aller Mäkelei hier ist „LenaLove“ ein besseres deutsches Movie geworden, hat mit Mobbing in sozialen Netzwerken ein interessantes und wichtiges Thema und ist mal nicht die übliche schnarch Popcorn-RomCom, die man sonst so oft im Kino sieht. Also Kinners, Cybermobbing verboten und stattdessen ab dem 22.09. lieber bei der „LenaLove“ im Kino vorbeigeguckt...

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Kategorie: Film

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In den noblen Galeries Lafayette feierte gestern die Schuhausstellung Schuh La Là! ihre Vernissage und lies die Herzen der zahlreichen Besucherinnen sicherlich höher schlagen, denn in welcher Frau steckt nicht der viel beschworene weibliche Schuhtick bzw. eine kleine Imelda Marcos? Zur Erinnerung: Die Frau des philippinischen Ex-Diktators Ferdinand Marcos nannte rund 3000 Paar ihr Eigen. So stand gestern in den Galeries Lafayette alles im Zeichen des Schuh und neben einer Schuh-Modenschau wurde den geladen Gästen sogar der Champagner in schuhförmigen Gläsern gereicht. Diese konnte man zwar nicht besonders grazil in der Hand festhalten und zum Trinken erwiesen sich diese auch als äußerst unpraktisch, aber wer denkt bei magischen Gegenständen schon noch pragmatisch? Die interessante Ausstellung kann noch den ganzen Monat im Erdgeschoss des Luxus-Kaufhauses in der Friedrichstrasse 76-78 besichtigt werden. Da eine Soirée am Abend langweilig ist ;) ging es anschließend zum Opening des Flamingo, den neuen Club der Macher des Rio, Scala, Broken Hearts Club, King Size Bar und dem Berlin Festival. Das Flamingo ist von der Location leider nicht mehr so trashig wie das Rio früher, das ja Mitte der 00er Jahre mehr oder weniger der kuulste Club in Berlin war und mit amtlichen Preisen von 9€ für einen Vodka Redbull und 4€ für ein Bier scheint man nun auch auf ein zahlungskräftiges und erwachsenes Publikum zu schielen. Bei der zahlreichen Konkurrenz ums Eck (Picknick, Cookies, KTV, Asphalt, Trust, 1000Bar, King Size Bar usw.) kann man da schon gespannt sein, wie sich das mit dem Flamingo weiterentwickelt, aber in jeden Fall scheint es in Mitte nicht langweilig zu werden…
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Der Montag ist ja für viele schon lange der neue Samstag und ob man den Wochenanfangstag nun als Afterhour oder als Wochen-Warm-Up bezeichnet hängt wohl individuell davon ab woher man gerade kommt und was man die zwei vorherigen Tage alles getrieben hat. Jedenfalls ging es zum Start der Woche erst einmal zu den schicken „First Steps Award“ ins mondäne Stage Theater an den Potsdamer Platz, wo der deutsche Filmnachwuchs im Oscar-Style mit Preisen eingedeckt wird. Die Verleihung selber wurde zwar wie immer geschwänzt, soll dieses Jahr aber ähnlich wie beim „Academy Award“ recht launig und lustig ausgefallen sein und neben den ganzen Filmstudenten wurde auch der siebzigjährige Regisseur Rosa von Praunheim für sein Lebenswerk prämiert. Die glücklichen Sieger konnten immerhin Preisgelder von bis zu 25.000 € einsacken und dieses Jahr wurde es sogar richtig kontrovers, denn bei einen der Gewinner-Spots wird dank Daimler Benz Autotechnik präventiv "Der Führer" um die Ecke gebracht.
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Zu viel Fernsehen beeinträchtigt ja nicht nur die geistige Fitness, sondern man mutiert auch zu einem apathischen Couch-Kartoffel-Monster. Zeit also mal wieder ins Kino zu gehen. Am Mittwoch ging es zunächst zu der Premiere von Taxi, was sich als glückliche Fügung des Schicksals erwies, denn der Film ist mal eine von zwei, drei deutschen Produktionen im Jahr, die sich zu gucken lohnt. „Taxi“ entführt den Zuschauer in die frühen 80er Jahre Hamburgs und erzählt pointiert aus dem bewegten Leben einer jungen Taxifahrerin. Der Streifen ist aber nicht nur eine sentimentale Zeitreise in die Vergangenheit, sondern es wird sich auch noch ordentlich selbstgefunden und reichlich Frühlingsgefühle werden auch erweckt, wobei sympathisch ist, dass mal nicht die üblichen Hollywood RomCom Frauenbild-Klischees bedient werden, sondern die Hauptprotagonistin ist eine schön unnahbare Autisten-Frau, einfühlsam gefühlskalt und introvertiert von Rosalie Thomass gespielt.
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In der Hauptstadt entwickelt sich der Montag ja so langsam wirklich zum neuen Samstag und so ist die Woche mit der Verleihung der First Step Awards auch gleich furios durchgestartet. Zwar wurde die Marathon LaudatioPreisverleihung bei gefühlten 50 Grad geschwänzt, dafür aber nach Ende des offiziellen Teils umso mehr gefeiert. Dabei war die Verleihung gar nicht mal so uninteressant, wurde dieses Jahr die gerade verstorbene Schauspielerin Susanne Lothar Postum für ihren Film Staub auf unseren Herzen ausgezeichnet. Das Kuriose: Das geehrte Erstlingswerk ist zugleich das letzte. Beim First Steps– Nachwuchspreis werden jährlich die besten Abschlussfilme von Studenten der Filmschulen in mehreren Kategorien mit bis zu 25.000 € prämiert. Zur Verleihung trifft der Film-Nachwuchs dann auf die etablierten und Veteranen der Branche, wie etwa Iris Berben oder Corinna Harfouch, so dass bei der anschließenden HitzeschlachtParty nicht nur gefeiert, sondern sicherlich auch das Eine oder Andere neue Projekt ins Leben gerufen wird.
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In Berlin gibt es nicht nur 3 Opern, sondern mittlerweile auch 3 Aids-Charity Partys und die bestimmt lustigste und endspannteste - die Reminders Night – Beats and Benefit - fand letzten Samstag im E-Werk statt. Einmal hält sich der zeitliche Anteil an offizieller Laudatio und Showprogram ziemlich in Grenzen (dafür wird aber umso mehr Party gemacht :)) und zweitens kann aber muss man nicht im Smoking beziehungsweise im Abendkleid auflaufen und drittens falls man keine wichtige Einladung erhalten hatte konnte man auch für wenig Monetas inklusive gutem Gewissen mitfeiern, denn alle Einnahmen waren ja für den guten Zweck bestimmt und ich glaube der Eintritt belief sich auf gerade einmal 15 Euronen und satte 6-cl-Longdrinks lagen bei lediglich 2 € ^^.
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