Premiere Mängelexemplar
fp | 16.05.2016   
Premiere Mängelexemplar, Laura Lackmann Popescu, Claudia Eisinger, Katja Riemann, Christoph Letkowski, Detlev Buck, Film, Berlin, Foto, wagg.de
Besser zu spät als zu früh und so jibts jetzt auch noch ne Review von Mängelexemplar, wo ich letzten Montag, bei gefühlt 30 Grad, noch bei der Uraufführung vorbeigeschaut hatte. Auf die Verfilmung von Sarah Kuttners Depri-Roman war ich ziemlich gespannt, weil ich die Romanvorlage seinerzeit ziemlich lala fand und mit dem pseudo-kuulen Charlotte Roche 2.0 -Schreibstil nicht so klar kam.

Die Filmadaption kommt aber zum Glück viel besser als die ambivalente Buchvorlage, was ja ein seltenes Kunststück ist, die vor allem durch die mega aufspielende Hauptdarstellerin Claudia Eisinger besticht, die so beängstigend authentisch spielt, dass, wenn man vor dem Film keine Depression hat, auf jeden Fall danach eine vor Berührung bekommt, was jetzt übrigens als Kompliment und positiv gemeint ist.



Premiere Mängelexemplar, Laura Lackmann Popescu, Claudia Eisinger, Katja Riemann, Christoph Letkowski, Detlev Buck, Film, Berlin, Foto, wagg.de
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Thematisch geht es um die typischen first world Frauen-Probleme, falsche Freunde, Liebeskummer, sinnfreies Leben und daraus dann resultierende Depressionen und allgemeinen Weltschmerz, aber das hat ja nicht immer was mit der Geschlechterdifferenz zu tun, eine Depression ist ja die Rache des Verdrängten und kennt bekanntlich kein Geschlecht. Nur mal so zum mitschreiben ;)

Super zudem bei „Mängelexemplar“, dass es nicht nur als reines Depri-Drama inszeniert ist und auch seine unterhaltsam-lustigen Momente hat, was ja in Bezug auf die Atmosphäre und Glaubwürdigkeit immer ein recht schmaler Grat ist, aber auch hier schafft Regisseurin Laura Lackmann Popescu die fragile Balance aus depressiver Stimmung und Komik zu halten, ohne dass das Ganze in Klamauk abdriftet. Aber genug der Lobhudelei, zum Trailer flimmern geht es wie immer weltexklusiv hier,



Kinostart des Emo-Streifens war letzten Donnerstag (12.05.2016) und ein Exemplar Kinokarte lösen ist hier mal ohne Mängel zu empfehlen...
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Kategorie: Film

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Wie sicherlich noch niemand mitbekommen hat ist ja WM und so wurde bereits letzte Woche zum Eröffnungsspiel bei der Roof-Top Party von Universal vorbeigeschaut. Bei grauen Sommerwetter bespasste der Major die üblichen Verdächtigen mit Sambatänzern, Capoeira und Caipirinhas und ließen ein paar labeleigene Acts WM-Songs performen. Auf die Rübe gabs aber leider nicht die defätistischen Deichkind, sondern trashigen Eurodance von Francesca Maria, Blactro feat. Mariana Viana und Cris Verano und R.I.O. Feat. U-Jean und man fühlte sich weniger in der Hauptstadt als auf einem Umland-Rave. Aber Geräuschkulissen sind eh ja überbewertet und die Aussicht über die
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Letzten Donnerstag stellte ja Jim Jarmusch seinen neunen Kinofilm im Kino International vor und auch wenn das Feuilleton, debile Filmkritiker oder 21 jährige Kunststudenten was anderes erzählen werden, „Only Lovers left Alive“ ist ein eher schwächerer Film des renommierten Independentfilmers geworden. Nach zahlreichen wirklich kuulen Filmen wie „Night on Earth“, „Coffee and Cigarettes“, „Dead Man“ usw. gibt es bei „Only Lovers left Alive“ eine pseudointellektuell dahinplätschernde Vampirgeschichte mit bedeutungsschwangeren Dialogen zu sehen, die weder berührt noch unterhält und bei der ich genauso wie bei „2001: Odyssee im Weltraum“ circa 10 mal eingenickt bin. Only Lovers left Alive ist für einen Kinofilm einfach viel zu „Arty“ und kopflastig geworden und so ziemlich frei von allem was bei Vampir Filmen irgendwie Spaß macht, so gibt es weder schönen Jump-Scare-Horror, noch Action oder gar Splatter und wahrscheinlich ist leider Zielgruppenschrott wie „Twilight“ noch unfreiwillig lustiger anzuschauen als der neue Streifen des Kult-Regisseurs. Trotzdem kam das Publikum nach der Filmvorstellung doch noch auf seine Horrorshock-Kosten, denn die 4 Film-Bands, inklusive des Maestro, spielten noch live im Tresor auf und es bestätigte sich wieder einmal das alte Vorurteil, dass Filmmenschen doch bitte die Finger von Musikinstrumenten und Mikrofonen lassen sollten, denn Jim Jarmusch kann überhaupt nicht singen und seine Band „Sqürl“ klingt wie eine Mischung aus Sonic Youth für arme und einer Schülerband.
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Biertrinken und Bloc Party lauschen: Neuerdings lässt der Bremer Bierbrauer Becks seine Bieretiketten von der englischen Britpop-/Indie-Band Bloc Party entwerfen und lud die die Jungs von der Insel zu einem exklusiven Gig ins Berliner E-Werk. Als Bloc Party dann loslegten wurden die Gäste in eine Art musikalische Zeitreise in die frühen Nuller Jahre entführt, als Bands wie Franz Ferdinand, Maxïmo Park oder Arctic Monkeys angesagt waren. Es gab stadiontaugliche Brit-Popmusik mit viel Gitarre auf die Ohren, die stilistisch größtenteils von den ganzen alten englischen Independent-Bands aus den 80ern und 90ern inspiriert war. Wer die ganzen Originale wie zum Beispiel Billy Bragg, The Jam, The Clash usw. kennt, dem wurde musikalisch natürlich wenig neues geboten. Die ganzen anwesenden Fashion-Bloggerinnen und anderen Fans ließen sich von dem sinnlosen Musik-Historien-Bla aber wenig beeinflussen und zeigten sich umso mehr Begeistert und so mussten die Brit-Pop Musiker dann auch mindestens 3 Zugaben spielen bis die Jungs schließlich schweißgebadet von der Bühne entlassen wurden.
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Kunst ist ja die neue Religion unserer Gesellschaft und so ging es am Mittwoch ganz arty zu dem Performance-Spektakel von Michael Sailstorfer. Im tiefsten Weissensee wurde ein tonnenschwerer Metalbrocken, der wohl eine silberne Wolke symbolisieren sollte, von einem Kran in die Höhe gezogen und dann aus vielleicht 10 Meter Höhe wieder auf Mutter Erde geschleudert. Der freie Fall wurde ganz redundant vielleicht 20 Mal wiederholt und ich hatte irgendwie ein 9te Klasse Physikunterricht-Déjà-vu, wo man voll spannend Aufprallgeschwindigkeiten und Energieberechnungen anstellen musste. Man lernt halt immer für das Leben ;) und nach 30 Minuten Dekonstruktion und sinnloser Dekadenz war dann zum Glück
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Letzte Woche ging es mal wieder zurück zur Kultur und so wurde am Montag ganz cineastisch im Kino verbeigeguckt. Auf großer Leinwand feierte Die Vierhändige Premiere, ein german Psycho-Thriller auf den ich recht gespannt war, werden doch in Deutschland fast ausschließlich semi-lustige Romcoms und Historiendramen gedreht und nur wenige Psycho-Movies a la David Lynch.

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