COS Silver Cloud Party +++ Remmi Demmi Festival mit Kadebostany live
fp | 29.04.2016   
COS Silver Cloud Party, Iris Berben, Oliver Berben, Peri Baumeister, Paula Kalenberg, Iris Berben, Anna Brueggemann, Nora von Waldstaetten, Nikolai Kinski, Sara Nuru, Marcel Ostertag, Remmi Demmi Festival, Kadebostany, Foto, wagg.de
Kunst ist ja die neue Religion unserer Gesellschaft und so ging es am Mittwoch ganz arty zu dem Performance-Spektakel von Michael Sailstorfer. Im tiefsten Weissensee wurde ein tonnenschwerer Metalbrocken, der wohl eine silberne Wolke symbolisieren sollte, von einem Kran in die Höhe gezogen und dann aus vielleicht 10 Meter Höhe wieder auf Mutter Erde geschleudert.

Der freie Fall wurde ganz redundant vielleicht 20 Mal wiederholt und ich hatte irgendwie ein 9te Klasse Physikunterricht-Déjà-vu, wo man voll spannend Aufprallgeschwindigkeiten und Energieberechnungen anstellen musste. Man lernt halt immer für das Leben ;) und nach 30 Minuten Dekonstruktion und sinnloser Dekadenz war dann zum Glück



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aber f*ck art - lets go dancing angesagt und die Sause war dann gar nicht von schlechten Eltern und der Moskau Mule floss in Strömen durch die Kehlen der geladen Gäste.

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Ohne Musik ist das Leben ja ein Irrtum und so wurde letzten Samstag noch beim Remmi Demmi Festival nach dem rechten geschaut. Der Focus des engagierten Line-ups stand bei Indie und Singer-Songwriter, wo man schon die-hard Fan von sein muss, weil das live anzuschauen meistens ziemlich boring ist.

So bestand das Publikum größtenteils auch aus Lehramt- und Sozpäd-Style Studenten (wir kriegen euch alle =D) und wo Dunkelheit und Mitnick-Tristesse ist, da ist auch Licht und Mosh-Pit, so wie Kadebostany aus der Schweiz, respektive aus der europäischen Republik „Kadebostan“, die mit ihren Uniformen und dem kuulen "Madness"-Saxophon wirklich einen Unterhaltsamen und zudem schön stylischen Gig spielten und wo ich jetzt schon wieder nen Ohrwurm hab, totale Schiebung sowas...



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Kategorie: Lifestyle, Musik

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Das Phänomen und den Hype um David Bowie hab ich ja ehrlich gesagt nie wirklich verstanden und bis auf seinen kuulen Film-Auftritt bei „Christiane F“, den mit Sicherheit bewegendsten und authentischen Berlinfilm aller Zeiten (kann man sich ganz legal hier anschauen - wer ihn noch nicht kennt!) habe ich seine Musik auch nie gehört. Warum auch, meiner Meinung war er nie der Visionär, als der er vom unerträglichen Kunstbetrieb permanent abgefeiert wird, sondern eher ein musikalischer Zeitgeistsurfer, der immer auf den gerade angesagten Trends mitgeschwommen ist, aber nie wirklich Akzente gesetzt hat. Dies kann man sehr leicht daran erkennen, dass zum Beispiel die „Doors“, „Nirvana“, „Ramones“ oder meinetwegen die „Beatles“ generationsübergreifend immer noch oft gehört werden, einfach weil es zeitlose und genreprägende Musik war und wenn man dann mal in „The rise and fall of ziggy stardust“ reinhört, dem bekanntesten Album des Briten, kann man sich schon fragen, wer sich solche Schnarchmukke heutzutage noch freiwillig antut. Aber dass soll hier jetzt aber kein David Bowie-Diss werden und es ist auch völlig OK was der macht, es sollte einfach nur mal dieser dümmliche Spex-Leser Hype und die musikhistorischen Realitäten gerade gerückt werden.
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Nach einer Woche Regenerationspause (muss auch mal sein =D) ging es gestern Abend schön entspannt ins Kino zum neuen „Machete“ Streifen. Nach dem genialen ersten Teil hat Regisseur Robert Rodriguez nun endlich mit „Machete Kills“ nachgelegt und bei dem gestrigen Screening schaute dann auch der kuule Hauptdarsteller Danny „Machete“ Trejo persönlich vorbei und stellte seinen neuen Film in der Hauptstadt vor. Dieser, um es schon mal vorweg zu nehmen, reicht nicht ganz an den hammer ersten Teil ran, trotzdem ist der zweite Teil der Trilogie wieder ein jutes und temporeiches Mexploitation-Movie mit natürlich ordentlich Bodycount, Sex und Klischees bis zum abwinken geworden.
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Dienstag ging dann die Kinowoche dezent weiter und bei der Premiere von „Journey to Jah“ stand der Abend schließlich ganz im Zeichen der Rastafari-Culture, Dancehall-Reggae und bösen Battyman Tunes. In der superinteressanten Doku wird der deutsche Reggae Künstler „Gentleman“ mit einer Filmkamera nach Jamaika begleitet und der ganze way of life mit sehenswerten Bildern und O-Tönen festgehalten. Es gibt natürlich unzählige Sonne, Strand und Meer Panoramen zu bestaunen (während es vor dem Kino Katzen und Hunde regnete), auf der Straße ist immer jut Soundsystem-Rave und man kann „Gentleman“ beim zusammenschrauben eines neuen Tracks über die Schultern schauen. Die Doku widmet sich zum Glück aber auch ernsten Themen wie Armut, Umweltverschmutzung, Gewalt oder Homophobie und den Widersprüchen der Rastafari-Religion. So ist „Journey to Jah„ auch nicht nur ein belangloser Rasta/Kiffer-Party Streifen mit chilligen Soundtrack geworden, sondern zeigt auch die Schattenseiten der sonnigen Karibik-Insel auf und hat neben viel Komik auch seine philosophischen Momente.
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Berlin mag ja arm und unter Umständen auch sexy sein, aber mit Sicherheit fehlt es in der Hauptstadt weder an Vernissagen noch an Kunstevents. So feierte gestern auch die Ausstellung five roads back home des Celebrity- Fotografen Philipp Rathmer Vernissage und die Eröffnung wurde nicht nur ziemlich staatstragend sondern hatte auch ein ernstes Thema, denn die Portrait-Fotografien des Künstlers hatten aserbaidschanische Kriegs-Flüchtlinge als Motiv und sollten die Grauen des Krieges widerspiegeln. So wurden die bewegten Gesichter der Portraitierten schonungslos im Mittelformat á la Hasselblad aufgenommen und durch die minutiöse Darstellung jeder Hautunreinheit und Pore wirkten die Flüchtlinge so nackt und hilflos wie Zivilisten allgemein in kriegerischen Auseinandersetzungen. Denn genauso wie in Kriegen die Wahrheit bekanntlich als erstes stirbt, so hat auch die Zivilbevölkerung meistens das größte Leid zu tragen. Unabhängig vom traurigen Hintergrund der Motive fühlte man sich durch die sehr detailgetreuen und hochauflösenden Fotos zudem noch an die Vergänglichkeit des Lebens und die gnadenlose biologische Zerstörungskraft des Alterns erinnert, so dass man direkt mit einem sentimentalen Gefühl nach Hause gehen konnte.
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So wie immer ging die Woche am Montag gleich wieder mit Vollgas los: Am frühen Abend ging es zunächst zur „WikiLeaks“ Premiere in die Kulturbrauerei, wo es sogar richtig staatstragend wurde, denn auch unser (leider ;)) scheidender Minister Philipp Rösler (FDP) wollte sich den Film über die Enthüllungsplattform nicht entgehen lassen. Auf der Kinoleinwand gab es dann einen recht langatmigen Film über die eigentlich gar nicht mal so uninteressante Geschichte von WikiLeaks, „Whistleblowern“ , „Leaks“ und natürlich Julian Assange zu sehen, wobei zahlreiche kontroverse Themen wie der freie Zugang und die Authentizität von Informationen oder die Anonymität und die fehlende Kontrolle von WikiLeaks angerissen wurden.
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