Fashion Week-Tag 1: Marcel Ostertag Fashion Show +++ Esther Perbandt Fashion Show
fp | 21.01.2016   
Fashion Week-Tag 1, Marcel Ostertag Fashion Show, Lexy Hell, Victoria van Violence, loulou von brochwitz, Rolf Scheider, Sven Marquardt, wilson gonzalez ochsenknecht, Esther Perbandt, Berlin, foto, wagg.de
Und weiter geht es mit Mode gucken und Frontrow bi$ch- Fight, dekadent geht schließlich das Abendland unter. Zunächst ging es zur Marcel Ostertag Show, bei dem ich das letzte Mal anno 2013 und 2014 war (das Internet vergisst nichts =D) und wo der Chef immer als Model himself über den Catwalk schritt und das Publikum zu minutenlangen Standing Ovations trieb.

Aber Nostalgie hat bekanntlich keine Zukunft und so gab es den Modeschöpfer diesmal leider nicht auf den Laufsteg zu bewundern, dafür aber vorab einen Werbefilm des Automobil-Sponsors, der gar nicht mehr aufhörte und man sich irgendwann fragte, ob es überhaupt noch eine Modenschau geben wird.




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Jedenfalls auch mal was anderes und $$$ kommt schließlich nie aus der Mode.

Bei den Entwürfen auf dem Laufsteg ging es dann ganz anachronistisch in die gegenkulturellen Swinging Sixties, batik Flower Power Kreationen, zobelige früh 70er Mäntel und dunkelrote Designs dominierten den Laufsteg. In Deutschland im Herbst 2016 trägt die Frau eine Mischung aus bohèmian Heroin Chic und distinguierter Neomystik. Zumindest bei Marcel Ostertag.

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Ernst ist halbe das Leben, aber heiter die Kunst und so ging es noch zur very arty Schau von Esther Perbandt, die wie eine Performance inszeniert war. Neben einer abstrakten Tanzaufführung gab es eine sehr urbane und tragbare Kollektion zu begutachten, die größtenteils schön intellektuell in Schwarz und unisex gehalten war, das biologische Geschlecht ist schließlich nur ein gesellschaftliches Konstrukt.

Anschließend sollte es eigentlich noch zur DandyDiary Sause gehen, aber bei so viel Flashmob vor der Tür gab es stattdessen nur noch einen Dandy Halloumi. Aber so viel exzessive Party ist ja auch immer total boring und oberflächlich…

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Kategorie: Lifestyle

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Silvester ist gerade einmal drei Tage vorbei, da ging es gleich mit dem französischen Kino-Hit The Artist weiter, der unter frenetischen Beifall des Publikums Deutschlandpremiere feierte. Den geladenen Gästen wurde nicht nur ein wunderbarer Film geboten, sondern man befand sich gleichzeitig, wie in einer Zeitmaschine, auch noch in die goldenen Zwanziger zurückgebeamt, denn für die geladenen Gäste war Abendkleidung im Stil der 20er Pflicht: So war Smoking für den Herren und Cocktailkleid und Wasserwelle für die Damen ein Muss und als Accessoires gab es zahllose Federboas, geschmückte Stirnbänder und Bubikragen zu bestaunen. Grund der mondänen Maskerade, „The Artist“ spielt nicht nur in den 20ern spielt, sondern ist auch noch in schwarz/weiss und als Stummfilm gedreht. Der Verzicht auf Farbe und Dialoge tut der Freude überhaupt keinen Abbruch, sondern entführt den Zuschauer auch berührend emotional in die Zeit der goldenen 20er, ohne die immer gleichen 3D- Effekte und seelenlose Blockbuster Aesthetik. Mit großem Erfolg ist The Artist bereits in Frankreich angelaufen, allein 78.000 Besucher sahen den Streifen am ersten Tag (von Null auf Platz 1 der französischen Kino-Charts) und mit Sicherheit wird der Stummfilm keinen Oskar für 3D-Effekte gewinnen, dafür gibt es aber schon sechs Nominierungen für den „Golden Globe“ und „The Artist“ wird gilt als ganz heißer Oscar-Kandidat gehandelt. Inhaltlich geht es indem Stummfilm genialerweise um das Ende des Stummfilms und wie die alten Stars den jungen Schauspielern weichen müssen. Dabei wird mit Charme, Witz und reichlich Dramatik vom Aufstieg und Fall des Stummfilms erzählt und so viel sei bereits verraten: Amore kommt dabei auch nicht zu kurz. „The Artist“ läuft ab dem 26. Januar in den Kinos und wird den Roaring Twenties -Party Trend a la Bohème Sauvage mit Sicherheit weiter forcieren...
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Zum gemütlichen After-Work ins Resort an der Spree lud die Event-Agentur Hardenberg Concept und das Event-Catering Unternehmen Koefler&Kompanie Geschäftspartner und Freunde ein. Bei sommerlichen Temperaturen wurden BBQ-Spezialitäten und Longdrinks gereicht und da ja Event-Profis am Werk waren, konnten sich die geladenen Gäste über eine perfekt organisierte Veranstaltung freuen… +++ Anschließend ging es plebejisch weiter zum Rotfront Gig ins SO. Rotfront - die Seeed des Balkan Beat – rockten auch jut die Halle in der Oranienburger Straße, nur kam leider nicht die selbe familiäre Stimmung wie bei den Konzerten früher im Cafe Burger auf, wobei auch mal wieder bewiesen werden konnte (q.e.d.), dass früher alles besser war ;) Es soll auch ein neues Rotfront-Album mit dem bezeichnenden Titel gypsi, jewish, gay geben.
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Dass die Kreativbranche sich gerne selbst feiert ist ein genauso offenes Geheimnis wie das Mode und Musik schon immer untrennbar miteinander verbändelt sind und eine Musikrichtung einen bestimmten Modestil bzw. Lifestyle diktiert. Die Musikzeitschrift „Musikexpress“ vergibt jedes Jahr ein Dutzend Awards an Modelabels und Brands die das musikalische Lebensgefühl auf die Mode transportieren bzw. wohl gute Anzeigenkunden des Magazins sind. Für die Verleihung am Donnerstag war dann gutes Sitzfleisch von Nöten und die Gewinner Nike, Levis, Hugo, Bench usw. nahmen die Preise auch dankbar an. Nach der Verleihung von 16 Auszeichnungen war aber vor der Party und als endlich die Bar geöffnet wurde gab es kein halten mehr und für eine Preisverleihung wurde sogar ungewöhnlich wild gefeiert und gerade als „Kompakt“- Michael Mayer angefangen hat zu spielen musste leider das zeitliche gesegnet werden, da - die Welt kann so ungerecht sein – der Wecker ja morgens immer recht zeitig klingelt.
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Bretterbudenrave und Afteraua sind ja nicht mehr so en vogue und so gab es diese Woche mal eine entspannte Afterwork-Party Week. Gehobenen Abendunterhaltung und keinen Jetlag und Fadenriss am nächsten Morgen sind ja auch mal nicht schlecht. Am Mittwoch wurde zunächst beim B-Day der Star-Visagistin Betty Amrhein vorbeigeguckt, die in der Rath Factory schön die Geburtstags-Korken knallen ließ und die übliche Berliner Party-Prominenz bespasste.
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Berlin mag ja arm und unter Umständen auch sexy sein, aber mit Sicherheit fehlt es in der Hauptstadt weder an Vernissagen noch an Kunstevents. So feierte gestern auch die Ausstellung five roads back home des Celebrity- Fotografen Philipp Rathmer Vernissage und die Eröffnung wurde nicht nur ziemlich staatstragend sondern hatte auch ein ernstes Thema, denn die Portrait-Fotografien des Künstlers hatten aserbaidschanische Kriegs-Flüchtlinge als Motiv und sollten die Grauen des Krieges widerspiegeln. So wurden die bewegten Gesichter der Portraitierten schonungslos im Mittelformat á la Hasselblad aufgenommen und durch die minutiöse Darstellung jeder Hautunreinheit und Pore wirkten die Flüchtlinge so nackt und hilflos wie Zivilisten allgemein in kriegerischen Auseinandersetzungen. Denn genauso wie in Kriegen die Wahrheit bekanntlich als erstes stirbt, so hat auch die Zivilbevölkerung meistens das größte Leid zu tragen. Unabhängig vom traurigen Hintergrund der Motive fühlte man sich durch die sehr detailgetreuen und hochauflösenden Fotos zudem noch an die Vergänglichkeit des Lebens und die gnadenlose biologische Zerstörungskraft des Alterns erinnert, so dass man direkt mit einem sentimentalen Gefühl nach Hause gehen konnte.
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