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(wie immer ohne Gewähr!)
Das Britische Gitarrenmusik einfach nicht totzukriegen ist unsterblich ist, bewiesen eindrucksvoll Eight Legs: Mit einem inspirierten Sound irgendwo zwischen The Jam, The Clash und den Arctic Monkeys schafften es die Eight Legs sogar mal bei einer Dior Modenschau zu spielen, sowie bei der Halbtagsjob 2010 (was-ist aus-den-Gewinnern-geworden) - Sause. Denn dort bei der ½ Tags-Job-Vernissage präsentierten die Gewinner ihre kreativen Ergebnisse. Ein paar Impressionen des Halbtagsjob 2010 Award von anno 2010 gibt es noch hier zu sehen http://www.wagg.de/blog.php?id=114&action=detail&action1=neu und einen juten Eindruck von den Acht Keulen kann man sich hier verschaffen
Das Leben ist ja schon Tragödie genug und so ging es gestern Abend mit Mama in die gute alte Komödie am Kurfürstendamm. Uraufgeführt wurde Wir sind die Neuen und auf den Brettern die die Welt bedeuten gab es ein recht launiges Stück über den Clash der Generationen, die Abgründe des WG-Lebens und gruselige Spießer-Studenten zu gucken. Ein paar in die Jahre gekommene Alt-68er gründen eine Wohngemeinschaft und treffen auf die Generation-Lebenslauf gleich nebenan.

Am letzten binären Tag des Jahrhunderts, den 11.11.2011, wurde um 11:11:11::11 Uhr sicherlich nicht nur die eine oder andere Ehe geschlossen, sondern das Schnapszahlendatum wurde auch anderweitig exzessiv zelebriert. Rund zu ging es zum Beispiel beim Opening des OnePiece–Stores am Hackischen Markt, wo die geladen Gäste schon um 19:00 so krass mit Vodka abgefüllt wurden, dass noch nicht mal die Sonne untergegangen war und alles wild durch den Landen schwofte, respektive im Onepiece-Ganzkörper-Einteiler strampelte, den sich alle kurzerhand übergeworfen hatten, so dass ich mir wie in einer Kita mit Riesenbabies vorkam. Die Strampelanzüge des norwegischen Labels sind zwar irgendwie gewöhnungsbedürftig, dafür aber ein gaudihafter Hingucker, der den Nerv der Gäste traf und zudem auch recht bequem wirkten. Auch ein Hingucker war die Fashion-Installation „i am brilliant installation“ von Modeschöpfer Matthias Maus, der zu diesem Anlass sein neues Label Mbrilliant vorstellte. Matthias Maus war12 Jahre lang Chefdesigner bei dem Society-Label „Ella Singh“ und wandert nun auf eigenen Pfaden und statt Gala-Roben kreiiert er nun latent homoerotische Entwürfe irgendwo zwischen den Goldenen Zwanzigern und aktueller Club-Wear. Im Mittelpunkt der mit Sicherheit nicht jugendfreien Kollektion steht das beste Stück des Mannes in Form eines Hüftcolliers, dass mit einer Robe aus Perlen und Steinen das männliche Phallus eindrucksvoll in Szene setzt. Zudem schön nostalgisch und anachronistsch, dass sich der alte Fassbinder-Schauspieler Günther Kaufmann und Ex-Buchstabenfee Maren Gilzer unter den geladenen Gästen befanden. Man ist ja kein Party-Muffel und zwei Parties am Abend sind doch etwas redundant und so ging es im Anschluss noch ins Trust, die Macher des Dudu-Restaurants hatten auch Geburtstag an dem Schnapszahlen-Tag. Das Datum war natürlich Programm und es wurde krass klaustrophobisch, denn es gab nicht nur Vodka und Sushi aufs Haus, sondern auch jute Haus-Musik von Oskar Melzer auf die Löffeln...
Nach dem sensationellen Debut-Album Du machst die Stadt kaputt vor 2 Jahren haben Kotzreiz nun nachgelegt und endlich die neue Pladde Punk bleibt Punk veröffentlicht. Das musste natürlich gebührend mit einer Tour gefeiert werden und zum Abschluss der Tournee wurde dann nochmal in der Berliner Heimat im Cortina Bob Station gemacht. Die Junx sahen zwar alle etwas mitgenommen vom Sauf-Tour-Stress aus aber rockten trotzdem jut das Haus und es gab alle Kult-Hits wie etwa „Berlin“, „Bauarbeiter stirb“, „Montag-Scheisstag“, „Punk bleibt Punk“, „Kotzreiz“ usw. auf die Punker-Ohren und alle gröhltensangen frenetisch Strophe für Strophe mit und es gab Pogo-„Dancing“ und Stagediving bis der Notarzt kam. Und das alles ohne Bühnengraben, Fantasie-Eintrittspreise und 10000 dumme Security-Spakkos und diesen ganzen sinnlosen Schwachsinn, so dass es beim Gig atmosphärisch wie früher bei den ganzen Punk/HC Shows in den besetzten Häusern oder JFZs war.
Statt pseudointellektuellem Meta-Talk und Mit-Sekt-in-der-Hand-Herumstehen-und-wichtig-Sein-gepose beim langweiligen Gallery Weekend ging es gestern Abend lieber erst mal entspannt ins Kino zur Premiere der launigen Pubertäts-Komödie Turn me on. „Turn me on“ ist ein schön feuchter Arthouse-Film irgendwo zwischen „Feuchtgebiete“ und „American Pie“ geworden und dreht sich um die ewigen Abgründe der weiblichen Adoleszenz. Inhaltlich geht es in dem norwegischen Coming-Of-Age-Streifen um so ziemlich alles wo Teenager-Hormone verrückt spielen: die Irrungen der ersten große Liebe, horrorende Telefonsex-Rechnungen, reichlich Mutter-Tochter-Drama und Schul–Mobbing wegen des anstubsens mit primären Geschlechtsmerkmalen - also sicherlich alles was eine glückliche Pubertät ausmacht. Erzählt wird die authentisch wirkende Geschichte aus der „Liebes Tagebuch“-Ich-Perspektive der super aufspielenden Hauptdarstellerin Helene Bergsholm und Debüt-Regisseurin Jannicke Systad Jacobsenist sorgt mit einer atmosphärischen Bildsprache im stylischen Mode-Blogger-Style und einem kuulen Sountrack (u.a. Kings of Convenience) für weitere Akzente.