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(wie immer ohne Gewähr!)
Der gestrige Abend stand dann mal ganz im Zeichen der starken bzw. tätowierten Frauen: zunächst ging es in den hedonistischen Kittkat Club zur Lesung von Lexy Hells neuem Buch Mein wildes Leben zwischen Laufsteg und Swingerclub, wo dem libidinösen Swinger-Club Buch dann auch alle Ehre gemacht wurde. Statt einer intellektuellen Elfenbeinturm-Lesung kam man sich eher wie in einem Fellini-Film vor, denn während Sandra Müller aka Lexy Hell von ihrem wilden Leben als Bardame im Swinger-Club berichtete, wälzten sich die geladenen Gäste lasziv im „Gyn“ Stuhl des erotomanischen Clubs, lümmelten sich auf der SM-Schaukel oder tanzten exzessiv an den Stangen zu den treibenden Beats des Djs. Sex, Rauschgift und Ekstase gab es zwar nur abstrakt als gelesenes Wort der Autorin zu erleben, trotzdem konnte man sich in dem freizügigen Ambiente gut in die geschilderten Swinger-Club Storys einfühlen. Zwischenzeitlich ging es dann für eine halbe Stunde rüber zu den Grrrls von White Lung ins Magnet, wo es archaiischen 77er Punk-Sound im Le TigreBikini Kill-Style auf die Mütze gab.
Gestern Abend war in Mitte(-Titte) mal nicht nur Pub-Crawl und Touri-Sightseeing angesagt, sondern es gab auch wieder reichlich Anlass die Tassen hochleben zu lassen. Zunächst wurde kurz beim klaustrophobischen „Hilfiger Denim Varsity“ Event in der Rosenthaler Strasse vorbeigeschaut, wo Tommy Hilfiger seine neue Street-Style Kampagne lancierte. Hintergrund der Kampagne ist der alle paar Jahre wiederkehrende Baseball- bzw. Collegejacken–Trend, der wohl sehr bald zum modischen Massenphänomen mutieren wird und der gestern wohl noch weiter angekurbelt werden soll, denn Collegejacken sind Teil der neuen Tommy Hilfiger Herbst-Kollektion.
Der Sommer neigt sich seinem Ende, die Tage werden wieder kühler und so ging es am Mittwoch ohne Hitzekoller mal wieder ins Kino zur Premiere von Geld her oder Autschn. Als nach dem üblichen roten Teppich-Trubel im Kino International endlich die Film-Leinwand freigegeben wurde, stand ein interessantes Mash-up Experiment aus Puppentheater-Puppen und normalen Schauspielern aus Fleisch und Blut auf dem Programm. Leider sind die menschlichen Darsteller in der Gauner-Komödie größtenteils überflüssig und nerven streckenweise sogar mit ihrem Laienschauspiel, wohingegen die Puppen des millionenfach angeklickten Youtube-Phänomen René Marik weitgehend zu überzeugen wissen und ähnlich wie zum Beispiel bei Team America: World Police wirklich lustig sind. Inhaltlich spielen die Puppen dann auch ganz dadaistisch sich selbst, denn in dem skurrilen Streifen geht es um ein Puppentheater das von einen Miethai bedroht und geschlossen werden soll. Daneben gibt es noch eine Entführung, reichlich Kokain und zum Schluss „splattert“ sich das halbe Ensemble gegenseitig nieder.
Mensch – da ist das Wochenende gerade einmal einen Tag um und schon fängt es am Montag wieder an, Bush Live, Lenny Kravitz live und zudem fand noch die Launch-Party der neunen Version des Ego-Shooters Call of Duty – Modern Warfare 3 statt - dit is Bärlin! Call of Duty ist eines der erfolgreichsten Computerspiele der Welt an dem ständig über 500 Entwickler arbeiten und das seit 2003 mehrere Milliarden € eingespielt hat. Das musste natürlich gebührend gefeiert werden und so lud man zur Launch Party unter anderem den Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg zu einer Partie Killerspiel ein, wobei sich der Rekordhalter in der ewigen Tabelle der Gelbsünder (111 Stück) erstaunlich gut schlug. Ein gewisses Grund-Aggressionspotential ist für Call of Duty also mit Sicherheit nicht verkehrt, müssen doch Gegner am laufenden Band abgeknallt werden. Lustig dass es in Call of Duty auch ein Level gibt, wo man ½ Berlin in Schutt und Asche legen kann und dass der Schauspieler und Bibelversteher Ben Becker die deutsche Synchronstimme des Ego-Shooters spricht.
Wo die Tage wieder kürzer, eisiger und dunkler werden, schaut man sich die beste Zeit im Jahr am besten auch auf großer Leinwand an. So ging es Montag mit dunklen Gefühlen zum Screening der neuen Mystery-Serie „Dark“, die im Zoo-Palast groß Premiere feierte und die mich, als es Film ab hieß, direkt in ihren Bann zog.