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Vinylmania Part 3: Feine Sahne Fischfilet - Für Diese Eine Nacht 7“ +++ Jenny Woo - Apart From The Crowd 7“ +++ Stromae - Papaoutai 7“
fp | 02.03.2015
Vinylmania Part 3: Feine Sahne Fischfilet - Für Diese Eine Nacht 7“ +++ Jenny Woo - Apart From The Crowd 7“ +++ Stromae - Papaoutai 7“

Nach dem mega interessanten Vinylmania Part 2, gibt’es diesmal mehr oder weniger nur aktuelle Reviews für die Ewigkeit, weil gerade so viele neue Platten erscheinen die hammer sind, so dass man sich den ganzen Schrott von früher wirklich nicht mehr geben muss. Heute wird es dann auch mal direkt nerdig, denn es geht nur um 7“-Singles. Eigentlich nerven 7“ Singles ja richtig, man kann mit ihnen im Gegensatz zur 12“-Maxi nicht wirklich auflegen und zudem muss man, wenn die Platte zu Ende ist, dauernd zum Plattenspieler rennen und auf die Stop-Taste drücken, zumindest wenn man einen DJ-Turntable ohne auto Reverse besitzt und nicht seine Nadeln sinnlos in der Endlosrille abnutzen will.

Auf der anderen Seite sind Singles jedoch ein schön dekadenter Luxus, der bei Punk-, Reggae- oder Indie-Releases auch durchaus Sinn macht, weil dort in den seltensten Fällen ein komplettes Album durchgehend interessant anzuhören ist und der bessere Klang ist natürlich vergleichbar wie bei normalen Vinyl-Longplayern, vorausgesetzt man besitzt ein korrektes Lautsprechersystem. Um jetzt direkt audiophil zu werden, die Schallplatte kann ja Frequenzen von 20 bis 80 000 Hertz übertragen, während CDs oder MP3 Files lediglich 20 bis 20 000 Hertz schaffen, so dass analog weniger kühl und steril und dafür raumfüllender und der Bass groovender klingt. Oldskool-Technik muss halt nicht zwangsläufiger schlechter als der technische Fortschritt sein und beim Wein verhält es sich ja mit der Reife ähnlich, aber das ist sicherlich ein anderes Thema.

Bei meiner umfangreichen Internet-Recherche zum Thema, bin ich auch gleich auf einen reinen 7“-Singles Store im Wedding gestoßen, wo ich auf den ersten Blick die Releases jetzt nicht so mega spannend fand, aber trotzdem der Wahnsinn in einer ansonsten komplett durchdigitalisierten Welt, dass sowas überhaupt noch existiert (gibt‘s nicht gibt‘s nicht =D).

Aber kurze Rede langer Sinn Kinners, nach dem neuen Album von Feine Sahne Fischfilet und dem kuulen Gig im Februar, mußte ich mir als echter Fan und fcuking Consumer natürlich noch die Single nach dem Konzi zugelegen. Das Teil ist angeblich nur auf 500 Stück limitiert und druff is lediglich Für Diese Eine Nacht, einer der wenigen Tracks, der auf dem neuen Album noch nach Punk klingt und von der letzten Party vor dem Abschiednehmen handelt und natürlich ein schöner Buddy- Herzschmerz-Song ist.

Bei dem Remix auf der B-Seite baut die Scheibe zwar etwas ab, klingt mir einfach zu arty nach Audiolith-, Spex- und Pudel Club-Gefrickel, was aber sicherlich Ansichtssache oder Grad der Geschmacksverirrung ist. Die Single gibt’s noch hier und sollte man sich beeilen, bevor sie nur noch zu Phantasie-Spekulanten-Preise zu bekommen ist.

+++

Mit analog ist besser geht’s weiter mit Oi, Oi, Oi =D – hätte selber nicht gedacht, dass ich mir in diesem Leben noch mal so eine Scheibe zulege, bis ich in den tiefen des Darknet auf Jenny Woo gestoßen war, der Erfinderin des Accoutic Oi!. Findet wahrscheinlich wieder nur ich gut =D trotzdem erstaunlich wie man bzw. Frau auch ohne Atomstrom und unplugged so viel Pathos, Working-Class Resistence und Streetcredibility vereinen kann, durch die tough- und straightness unfreiwillig wie eine Riot-Grrrl Band wirken um finalmente auch noch tausende Männerherzen in ihre Einzelteile zu zerlegen <3 <3 <3 =D

Grund genug mir die Apart From The Crowd 7” zu ordern, wo mit Apart From The Crowd und Undefeated Warrior auch 2 Hits druff sind, die bei mir gleich heavy Rotation rauf und runter liefen. Zum Glück gibt es bei der sexy Kanaderin auch keine stumpfsinnigen und assozialen saufen, boxen, Fussball Lyriks, sondern eher recht persönliches und schön emotionales Singer-Songwriting über die Wirren des Lebens in der Vorstadt.

Der Skinhead way of Life mag 2015 vielleicht etwas albern und irgendwie Karneval kommen, zumal, Karma is a bitch =D, größtenteils nur noch Fetish-Gays so rumrennen, trotzem sehr jute 7“ mit gelungenen Artwork und Jenny wird ja schließlich auch irgendwann mal erwachsen werden.

By the way, Fashion Tip an alle Hipster–Poser, die mit Doc Martens rumrennen, watch 0:25, so schnürt man die Boots korrekt, ohne gleich als Null Plan von Subkultur-(Mode)opfer rüberzukommen, if u understand what i mean ;)

+++

Und last not least wird es mit Stromae noch mal latent Mainstream, egal, weil der Belgische Elektropop Star, der immer gerne mit Jacques Brel verglichen wird, keine seelenlose und wertlose Kommerz Mukke macht, sondern wirklich berührt. Ich liebe seinen Spagat aus tanzbaren Club-Tracks und intellektuellen und sentimentalen Lyriks, so wie auch bei Formidable, wo es um das sinnlose Ertränken des Liebesschmerz mittels Alkohol geht und einfach nur genial der versteckte Kamera-Clip. Ich musste mir die Single seinerzeit noch aus Belgien ordern, aber mittlerweile gibt’s das Teil für die traurigen Stunden zuhause auch in good old Germoney abzustauben.

So happy digging und hier noch ne lustige Reportage über den wahrscheinlich schrulligsten Platten-Dealer der Welt =D und wo ich in dem Store sogar mal 5 Minuten drin war, aber schon skurril wie der sich aufspielt, weil es dort wirklich nur uninteressanten und völlig überteuerte Flohmarkt-Schrott gibt…



Kategorie: Musik

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