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Filmkritik zu Tarzan: Wenn Männer sich zum Affen machen – oder auch umgekehrt
Antonia Nooke | 03.02.2014 alle Fotos anschauen [0.18 MB]


Er steht auf sie. Also, vor allem auf ihr Aussehen. Wovon sie redet, versteht er eh nicht. Seine Ausdrucksweise: lässt zu wünschen übrig. Die Manieren auch. Immer frei nach dem Motto: Ich Muskeln, du Hirn. Aber irgendwie hat sie was fürs Exotische übrig. Es gibt ja sonst keine Abenteuer mehr. Am Ende kriegt er sie doch.
Die Story von Tarzan und Jane haben wir schon zig Male gesehen. Wenn nicht im Disneyfilm von 1999, dann jeden Samstagabend an den Theken des Großstadtdschungels. Regisseur Reinhard Klooss hat nun eine neue Version dieser Liebesgeschichte für die Leinwand inszeniert: eine Motion Picture Version. Ja, dieses innovative Verfahren, bei dem willige Schauspieler von der Haarspitze bis zum kleinen Zehennagel verdrahtet werden und als willige Marionetten akribisch exakte Bewegungen für den Computer ausführen. 68 kleine Sensoren an einem Darsteller sorgen für das lebensnahe Abbild in Games-Optik. Ob das den Schaupielberuf irgendwie entwürdigt oder gar hinfällig macht? Ein anderes Thema... Das ganze wird immerhin eine umso größere Herausforderung für die Produktion, wenn man vom fast nackten Tarzanbody jeden Muskelstrang inszenieren muss. Auch wenn ein echter Körper noch immer weitaus reizvoller ist, ist das Ergebnis durchaus beeindruckend.
Echtheit lag den Machern übrigens auch bei der Gestaltung der Affenwelt am Herzen. Vier Wochen lang haben die Darsteller der Primaten dafür ein besonderes Bewegungstraining erhalten – echt affig sein, ist für den Mann dann wohl doch nicht so einfach. Der Film ist definitiv eine Demonstration neuster Technik und einer spezifischen Ästhetik, die Geschmackssache ist. Den Sehgewohnheiten der Jüngeren unter uns mag das mehr entsprechen.
Einen überzeugenden Job machen die deutschen Sprecher: Ben Becker ist als üblicher Verdächtiger mit seiner wunderbaren Erzählstimme mit dabei. Der Buddy-Star Alexander Fehling verleiht Tarzan Sprachvermögen (und manchmal auch nur Affengegurgel) und Lena Meyer-Landrut festigt mit hoher Stimme das Mädchenimage der selbstbewussten Jane.
Nun, die Story vom Waisen, der bei den Affen eine neue Familie fand und als Teenie dann seine eigentliche Herkunft und Liebe zum Menschenmädchen entdeckt, ist wahrlich nichts Neues. Trotz aller Bemühungen auch in dieser Version nicht. Und dennoch: Es ist eine Liebes- und Coming-of-Age-Geschichte, die berührt (ja, auch euch harte Jungs, irgendwo da tief im Herzen). Und so etwas Schönes kann man sich dann doch immer mal wieder reinziehen. Vielleicht auch nur aus dem Wunschglauben heraus, doch noch einen heißen Tipp für das eigene Happy End zu entdecken.
Unterhaltsamer wird das ganze aber in Gesellschaft eines jüngeren Menschleins. Die können noch staunen und sich schamlos für das Spektakel begeistern. Und jugendfrei ist das ganze 100-prozentig, denn selbst schwimmen tut die Dame züchtig in T-Shirt und Shorts. Also Nichte, Sohnemann oder sonstiges Kind unter den Arm klemmen und von deren Begeisterung mitreißen lassen.
Apropos, was das eigene Happy End angeht, hier mein heißer Tipp: Raus aus dem verrohten Großstadtdschungel! Und bevor mir noch einer Emanzentum vorwirft: keine Sorge Jungs, das nächste Mal breche ich für euch eine Banane.





Tarzan
Kinostart: 20. Februar 2014
Drehbuch, Regie: Reinhard Klooss
Produzenten: Robert Kulter, Reinhard Klooss
Produktion: Constantin Film



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