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Regimekritik im Blockbusterformat
Der Film „Tribute von Panem – Catching Fire“ lässt nicht kalt

Antonia Nooke | 19.11.2013 alle Fotos anschauen [0.66 MB]
Peeta Mellark (Josh Hutcherson, links), Effie Trinket (Elizabeth Banks, Mitte) und Jennifer Lawrence (Katniss Everdeen, rechts) in DIE TRIBUTE VON PANEM - CATCHING FIRE. Photo Credit: Murray Close
Peeta Mellark (Josh Hutcherson, links), Effie Trinket (Elizabeth Banks, Mitte) und Jennifer Lawrence (Katniss Everdeen, rechts) in DIE TRIBUTE VON PANEM - CATCHING FIRE. Photo Credit: Murray Close << Foto Nr: 0 >>

Sind wir mal ganz ehrlich: Diktaturgeschichte war schon in der Schule immer irgendwie dröge. Wie soll man auch anhand verpixelter Schwarz-Weiß-Bilder nachvollziehen, was in Menschen vorgeht, wenn bewaffnete Militärs einen Hausbesuch abstatten oder das eigene Heim geschändet, geplündert und abgebrannt wird? Doch die Verfilmung der Bestseller-Trilogie „The Hunger Games“ von Suzanne Collins schafft eine ganz neue Erlebnisnähe zu einem fiktiven Terrorsystem, wie es realer kaum sein könnte. Zwischen Naziaufmärschen und StarWars-Anzügen, Cäsar-Kutschen und Hyperspeedbahn meldet sich immer wieder der Gedanke: Das könnte schon morgen passieren. Und trotz der beeindruckenden Ästhetik und atemberaubenden Schnelligkeit eines Blockbusters lässt Regisseur Francis Lawrence (I am Legend, 2007) auch im brandneuen zweiten Teil der Trilogie die inhaltliche Ebene in ihrer Gänze mitwirken.
In „Catching Fire“ taucht das Publikum tiefer ein in die Welt des unterdrückten Lands Panem und begreift mehr denn je, was die Schreckensherrschaft des Capitols für die Bürger der zwölf Distrikte bedeutet: Angst, Verzweiflung, Auspeitschung, Mord. Doch seit dem Sieg der Hauptfigur Katness (Jennifer Lawrence) und ihrem Weggefährten – und Geliebten, oder nicht?! – Peeta (Josh Hutcherson) bei den letzten grausamen Hungerspielen keimt Hoffnung im Land. Der Widerstand wird lauter, die Revolution gewinnt Unterstützer. Und die 17-Jährige Heldin wird ganz ungewollt zum tragenden Symbol der Bewegung. Als Katness und Peeta zur Feier des 75. Jubiläums der Hungerspiele erneut in die Kampfarena ziehen müssen, verschwimmt die Trennlinie zwischen Freund und Feind. In einem totalitären Staat, in dem ein hochmodernes Telekommunikationssystem die Untergebenen überwacht und mit Trash-TV und Hologrammen das Weltbild prägt, bleibt auch Katness am Ende nur ihr Vertrauen und der Glaube an ein gemeinsames Ziel. Doch der eigene Plan ist nicht immer Teil des größeren Plans.

Die noch im ersten Film „The Hunger Games“ (Gary Ross) so überstrapazierte Handkamera ließ Francis Lawrence in Catching Fire durch klar kadrierte Einstellungen ersetzen, die das grausame Geschehen effektvoll in seiner Unbarmherzigkeit transportieren. An subjektivem Erlebnis verliert die Geschichte dabei absolut nicht. Denn Jennifer Lawrence beeindruckt erneut mit ihrem feinen Schauspiel und zieht den Zuschauer in die einnehmend vielschichtige Gefühlswelt ihres erfrischend unstereotypen Frauencharakters. Inspiration für die nächsten zehn Mottopartys liefern ihre ständig wechselnden (heißen) Outfits den weiblichen Fans dennoch. Kollege Josh Hutcherson lockert derweil als Peeta die Stimmung mit wundervoll sarkastischen Bemerkungen und Lenny Kravitz (Cinna) und Liam Hemsworth (Gale) sorgen für männliche Vorbilder. Nur ob nun Gale oder Peeta mit Katness glücklich wird, bleibt bis zum dritten Teil ungeklärt. Oder bis zum vierten – denn der ist auch schon geplant. Bis dahin kann man aber über Herrschaftssysteme und unsere Zukunft sinnieren.
Wer meint, Jugendbuchliteratur wär nichts mehr für ihn, der sei spätestens jetzt eines Besseren belehrt. Der erste Teil von Tribute von Panem hat überrascht, der zweite nun überzeugt. Der Gang ins Kino wird mit einem eindrucksvollen Kinoerlebnis auf anspruchvollem Niveau belohnt.



Die Tribute von Panem – Catching Fire
Kinostart: 21.11.2013


ACHTUNG COPYRIGHT: Alle Bilder sind urheberrechtlich durch deutsches, europaeisches und internationales Recht geschuetzt.

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